Geschichte der Matthäusgemeinde

Liselotte Botzong (1922-2007) hat zum 100jährigen Jubiläum der Matthäuskirche 1999 eine Chronik der Gemeinde verfasst:

Eine Chronik der Matthäusgemeinde Sontheim 1805 bis 1999

 

1805
Besitzergreifung des Deutschordensdorfes Sontheim durch das Königreich Württemberg. Bis dahin leben in Sontheim nur ganz wenige evangelische Christen. Ihre Zahl wächst jedoch von diesem Zeitpunkt an stetig.

 

1827
Sontheim hat bereits 80 evangelische Einwohner. Nach einer Verordnung vom 12.09.1818 gehören diese zur Pfarrgemeinde Horkheim und besuchen dort Kirche und Schule.

 

1882
Einführung von regelmäßig in Sontheim stattfindenden Gottesdiensten am Sonntagvormittag. Sie werden in einem hierfür zur Verfügung gestellten Saal vom Heilbronner Gefängnisgeistlichen Bührlen gehalten.

 

1884
Die 500 Seelen zählende evangelische Gemeinde wird mit Genehmigung des "Königlichen evangelischen Consistoriums in Stuttgart" (heute Oberkirchenrat) vom 28.01.1884 Filiale der Kirchengemeinde Horkheim. Sie ist dort durch einen Kirchenausschuss vertreten, dem vier gewählte Mitglieder angehören.

 

1886
Der in Horkheim neu aufgezogene Pfarrer Feucht übernimmt die in Sontheim stattfindenden Gottesdienste, Trauungen und die Christenlehre.
Die bürgerliche Gemeinde Sontheim richtet für die evangelische Gemeinde eine zunächst einklassige Schule in der Lauffener Straße ein; 1902 wird sie mehrklassig und kann in das neu erbaute Schulhaus in der Staufenbergstraße übersiedeln.

 

02.06.1898
Festliche Grundsteinlegung für die evangelische Kirche in Sontheim

 

01.10.1899
Der Einweihungstag der Kirche wird "um 8 Uhr morgens mit Festgeläute und Choralblasen vom Turm" eingeleitet; um 10.15 Uhr begibt sich der Festzug unter Glockengeläute zur Einweihungsfeier in die Kirche. Nach dem um 16 Uhr stattfindenden Gesangsgottesdienst in der Kirche klingt der Tag mit der "geselligen Vereinigung im Saal zur Sonne" aus.

 

1904
Gründung des Krankenpflegevereins und Einrichtung einer Krankenpflegestation; diese wird mit einer Schwester der Diakonissenanstalt Schwäbisch Hall besetzt.

 

01.01.1906
In Sontheim wird eine selbständige evangelische Pfarrei errichtet

 

29.04.1906
Investitur des ersten Sontheimer Pfarrers Bernhard Fricker durch Dekanatsverweser Stadtpfarrer Stähle. Unter den geladenen Gästen befinden sich auch der katholische Ortsgeistlilche und ein Vertreter der jüdischen Gemeinde

 

Juli 1906
Erstmals erscheinen die „Heimatklänge aus der evangelischen Kirchengemeinde Sontheim a N“. Das ist das (zum Jahrespreis von 40 Pfennigen) monatlich erscheinende Gemeindeblatt.

 

April 1907
Am Sonntag Miserikordias Domini findet die erste Konfirmation in der Sontheimer Kirche statt; es werden 37 Kinder eingesegnet.

 

01.06.1907
Die Generalversammlung der "Mechanischen Zwirnerei Heilbronn, vorm. C. Ackermann & Cie." bewilligt für den Bau des Pfarrhauses einen Zuschuss von 5.000 M, für die Errichtung einer Kleinkinderschule mit Krippe 30.000 M. Der Bau beider Gebäude wird in die Wege geleitet. Kinderschule und Krippe sollen den Namen ,,Ackermannstift" führen.

 

01.11.1908
Am Reformationsfest feiert die evangelische Kirchengemeinde die Einweihung des Ackermannstifts. Während der auf 3 Uhr nachmittags angesetzten Feierstunde werden auch die drei Kinderschwestern aus dem Mutterhaus Großheppach in ihren neuen Wirkungskreis eingeführt.

 

Dezember 1908
Die ,,Heimatklänge" berichten. "Die Zahl der angemeldeten Kinder beträgt jetzt 65. Von den Bettchen der Krippe dagegen stehen die meisten noch leer". Doch bereits im Jahr 1910 sind alle 20 Plätze für Kinder unter 3 Jahren belegt.

 

April 1909
Am Osterfest "singt der neu gegründete Jungfrauenverein zur Freude der Gemeinde im Gottesdienst". Der Verein wird von den Schwestern des Ackermannstifts geleitet.

 

August 1909
Der Ortsgeistliche berichtet: „Im Laufe des Monats hat sich ein Jünglingsverein gebildet. Am Dienstagabend 1/2  8 Uhr kommen die jungen Leute im Ackermannstift zu fröhlicher Unterhaltung und edler Belehrung zusammen.“

 

Mai 1911
Bei der am 7. und 9. Mai vorgenommenen Kirchenvisitation anerkennt der Visitator, Dekan Dr. Dopfel, "mit Freude die Opferwilligkeit der Gemeindegenossen".

 

April 1913
In den "Heimatklängen" wird als neuer 'Verein" der Kirchenchor begrüßt, der sich vor kurzem gebildet hat und unter der Leitung von Oberlehrer Baumann steht.

 

13.02.1914
Gründung des "Ev. Männerhausvereins". Nachdem der weibliche Teil der Bevölkerung im Ackermannstift eine so schöne Möglichkeit zur Zusammenkunft hat, setzt er sich den Bau eines eigenen Hauses zum Ziel. Es soll so eingerichtet werden, "dass überhaupt der männliche Teil der Bevölkerung, den heutigen Bedürfnissen entsprechend, auf seine Rechnung kommt", so Pfr. Fricker in den „Heimatklängen“, März 1914.

 

September 1914
Nach Ausbruch des 1.Weltkriegs wird im Pfarrhaus eine Sammelstelle für das "Rote Kreuz" eingerichtet. Als Spenden werden erbeten: Wolle, Lebensmittel, Geld.

Mai 1915
Gegen Ende des ersten Kriegsjahres schreibt der Verfasser der ',Heimatklänge" zum Kriegsgeschehen: "Wer hätte gedacht, dass bei den unheimlichen Waffen eines modern ausgerüsteten Heeres ein Krieg so lange dauern könnte!".

 

Juli 1917
Nachdem die Prospektpfeifen der Orgel bereits abgeliefert worden sind, müssen nun auch drei von den vorhandenen vier Kirchenglocken zu Kriegszwecken abgenommen und abgeliefert werden.

 

26.04.1920
Bei einem Gemeindeaband verabschiedet sich Pfarrer Fricker von seiner Gemeinde. Am 28. 4.1920 zieht er nach Oberstenfeld, wo er Stiftsprediger wird.

 

12.09.1920
Investitur des Nachfolgers, Pfarrer Karl Oschmann aus Straßburg.

 

04.12.1921
Verabschiedung von Pfarrer Oschmann. Er wird Hausgeistlicher im Diakonissenhaus Stuttgart.

 

30.04.1922
Investitur von Pfarrer Wilhelm Gruner durch Dekan Eytel.

 

07.05.1922
Nach jahrelanger Pause nimmt der Jungfrauenverein seine Zusammenkünfte am Sonntagabend wieder auf. Die Bezeichnung ändert sich im Lauf der Jahre in ,,Mädchenkreis".

 

30.07.1922
Weihe der nach dem Krieg wiederbeschafften drei Kirchenglocken.

 

24.02.1924
Gründung einer Gruppe des "Christlichen Vereins Junger Männer" mit acht Mitgliedern; sie steht unter der Leitung von Pfarrer Gruner. Ihre Aufgaben und Tätigkeiten sind: Bibelstunde am Freitagabend; Turnstunde am Montagabend; geselliges Beisammensein am Sonntagnachmittag und als Sonderaufgaben das Läuten der Glocken am Samstag und am Sonntag sowie das Orgeltreten im sonntäglichen Gottesdienst.

 

24.03.1928
Gründung des Kirchenchors mit 27 weiblichen und 11 männlichen Mitgliedern. Die Leitung übernimmt Kirchenpfleger Carl Feucht.

 

14.04.1929
Das 25jährige Bestehen der Sontheimer Diakonissenstation wird als besonderer Festtag der Gemeinde begangen. Pfarrer Weißer, der Vorstand der Haller Diakonissenanstalt, hebt in seiner Festansprache „besonders das schöne Verhältnis der beiden Pflegestationen, evangelisch und katholisch, rühmend hervor“.

 

30.01.1934
Abendgottesdienst zum ersten Jahrestag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Pfarrer Gruner vermerkt hierzu in seinem Amtskalender. „Übervolle Kirche mit S.A., H.J., B.D.M. und Evang. Jugend; Posaunen und Kirchenchor“.

 

September 1934
In der Septemberausgabe der „Heimatklänge“ bemerkt Pfarrer Gruner: „Wichtige Vorgänge in unserer Landeskirche dürfen von der Druckerpresse nicht verarbeitet werden.  Also berichten wir von einer harmlosen Veranstaltung, zu der am 23. Sept. die alten Frauen in unserem Ackermannstift zusammenkamen....“

 

 

25.11.1934
Mit einem Predigtgottesdienst und einer Abendmahlsfeier um 19.30 Uhr verabschiedete sich Pfarrer Gruner von seiner Gemeinde. Er wird die Pfarrstelle in Hegnach bei Waiblingen übernehmen. Bis zum Aufzug des Nachfolgers wird Pfarrer i.R. August Ehrly als Pfarrverweser eingesetzt.

 

27.10.1935
Investitur von Pfarrer Theophil Brendle durch Dekan Voelter.

 

Juni 1937
Der Amtskalender des Pfarramtes enthalt im Juni den Eintrag: "Durch Erlass der Minist. Abt. für die Volksschule v. 26.6.37 ist dem Pfarrer Brendle die Erteilung des Religionsunterrichts mit sofortiger Wirkung entzogen worden".

 

September 1939
Wegen Einberufung des Talheimer Pfarrers zum Kriegsdienst ist die Pfarrei Talheim "vorerst" von Sontheim aus zu versehen. Aus der vorläufigen Vertretung soll eine 6jährige Dauerregelung werden.

 

06.09.1939
Erste Kriegsbetstunde in der Kirche; sie findet von diesem Zeitpunkt an je zweimal monatlich in Sontheim und in Talheim statt.

 

November 1939
Der Kirchenchor stellt die Singstunde ein, da kein verdunkelbarer Raum zur Verfügung steht.

 

13.07.1940
Erster Trauergottesdienst für gefallene Gemeindeglieder; noch viele solche Gottesdienste folgen.

 

22.02.1942
Nach der Predigt nimmt die Gemeinde Abschied von den Glocken, die für Kriegszwecke abzuliefern sind.

 

04.12.1944
Schwerer Luftangriff auf Heilbronn mit völliger Vernichtung der Innenstadt. Das Ackermannstift wird der Stadt Heilbronn als Entbindungsheim überlassen.

 

20.01.1945
Bombenangriff auf Sontheim. Anstelle des sonntäglichen Hauptgottesdienstes findet wochenlang nur eine kurze Abendandacht im Luftschutzkeller der Firma Wolko statt.

 

30.03.1945
KarfreitagsGottesdienst, erstmals wieder in der Kirche. Beginn wegen drohender Tieffliegerangriffe bereits um 7.30 Uhr.

 

01.04.1945
6.30 Uhr Ostergottesdienst und Konfirmationsfeier.

 

13.04.1945
Eintrag im Amtskalender der Kirchengemeinde: "8 Uhr Einrücken der Amerikaner mit Panzern,  die an der evang. Kirche nach Überwindung der Panzersperre Halt machen".

 

15.04.1845
Um 11 Uhr findet in der evang. Kirche ein Gottesdienst für die allierten Truppen statt, gehalten von einem amerikanischen Heerespfarrer. Solche Gottesdienste finden bis Ende Juli mehrmals statt.

 

15.09.1946
In der katholischen St. Martinuskirche findet um 16 Uhr eine "Kirchenmusikalische Aufführung zugunsten der Evakuierten und Notleidenden" statt. Sie wird gemeinsam vom evangelischen Kirchenchor, vom katholischen Kirchenchor Cäcilia und vom Chor der "Marianischen JungfrauenKongregation" gestaltet.

 

Oktober 1949
Nach siebenjähriger Unterbrechung erscheinen erstmals wieder Gemeindenachrichten. Die Bezeichnung ,,Heimatklänge" hat sich allerdings geändert in ,,Ortsbeilage zum Evang. Gemeindeblatt in Württemberg".

 

15.05.1949
25jähriges Jubiläum des "Sontheimer evang. Jungmännerwerks", dessen Mitglieder nach dem Bericht des Ortspfarrers ,,seit einiger Zeit als Pfadfinder zusammenkommen". Die Festpredigt hält der einstige Vorstand des CVJM Böckingen, Pfarrer Plag aus Reutlingen.

 

23.10.1949
Anläßlich des 50jährigen Bestehens der evang. Kirche findet ein Festgottesdienst mit Prälat Lic. Lempp und ein festlicher Gemeindenachmittag statt. An diesem Festtag erhält die Kirche gem. Kirchengemeinderatsbeschluß vom 18.10.1949 den Namen ,,Matthäuskirche".

 

1949 und 1950
In den Wintermonaten werden die Gottesdienste wegen des bestehenden Kohlemangels ins Ackermannstift verlegt.

 

09.02.1951
Die Sontheimer evangelischen Frauen schließen sich dem Weltgebetstag an.

 

07.06.1953
25jähriges Jubiläum des Kirchenchores mit Festgottesdienst und einer Stunde der Kirchenmusik am Nachmittag.

 

05. und 06.12.1953
Erstmals zweitägiger Adventsbasar mit Bewirtung. Der Erlös ist bestimmt für die Erneuerung der durch Kriegseinwirkung stark beschädigten Kirche.

 

11.04.1954
Orchesterkonzert des Musikvereins im Sonnensaal zugunsten des Glockenfonds der evangelischen Kirchengemeinde.

 

20.04.1955
Einweihung der drei neuen Glocken, die zusammen mit der aus dem Jahr 1922 verbliebenen kleinen Glocke wieder ein vierstimmiges Geläut bilden. Festprediger ist Dekan Gerhardt.

 

Dezember 1960
Die von einem Gemeindeglied gestifteten und von Prof. Yelin, Stuttgart, entworfenen Chorfenster sind fertig gestellt und werden der Gemeinde in einem festlichen Gottesdienst am 4. Advent vorgestellt.

 

01.10.1961
Abberufung der beiden Diakonissen der Krankenpflegestation durch das Mutterhaus Schwäbisch Hall wegen des dort herrschenden Schwesternmangels.

 

04.11.1962
Verabschiedung von Pfarrer Brendle im Rahmen eines im Ackermannstift stattfindenden Gemeindeabends. Herr Brendle zieht nach Heilbronn, um dort seinen Ruhestand zu verbringen. Bis zum Aufzug seines Nachfolgers versieht Pfarrer i. R. Küster den Dienst an der Gemeinde.

 

07.04.1963
Am Palmsonntag wird Pfarrer Philipp Kempf durch Dekan Dr. Siegel in sein Amt an der Matthäuskirche eingeführt.

 

1965
Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an der immer noch Kriegsschäden aufweisenden Kirche. Im Rahmen dieser Erneuerung erhält die Kirche einen neuen Altar und das heute vorhandene Altarkreuz mit den beiden Leuchtern aus Bronze. Kreuz und Leuchter kommen aus der Werkstatt der Künstlerin Ingrid Seddig in Korb bei Waiblingen, desgleichen die erst später geschaffene Abdeckung des Taufsteins.

 

12.05.1968
Das 40jährige Bestehen des Kirchenchors wird mit einem Festgottesdienst am Morgen und einer Geistlichen Abendmusik begangen.

 

06. und 07.07.1974
Einweihung des Evangelischen Gemeindehauses in der Lauffener Straße. Der Bau des Hauses war vom Kirchengemeinderat bereits im Jahr 1964 beschlossen worden; jedoch hatte sich der Baubeginn wegen Finanzierungsschwierigkeiten mehrmals verzögert. Die Einweihung beginnt mit einem Festakt am Samstagnachmittag und findet ihren Höhepunkt im Festgottesdienst am Sonntag. Die Festpredigt hält Prälat Dr. Hege; nach dem Gottesdienst steht das Haus den ganzen Tag über allen Besuchern offen.

 

19. und 20.10.1974
Am Kirchweihsonntag feiert die Matthäusgemeinde das 75jährige Bestehen ihrer Kirche. Die Festpredigt hält Dekan Simpfendörfer. Schon am Sonntag hat ein zweitägiger Basar begonnen, der nun erstmals in den eigenen Räumen des Gemeindehauses stattfinden kann.

 

01.01.1976
Übernahme der Krankenpflegestation in den Diakonieverein Heilbronn.

 

19.10.1977
Visitationssitzung des Kirchengemeinderats mit Dekan Simpfendörfer, in der die Vereinbarung über die Eingliederung der Kirchengemeinde Sontheim in die Gesamtkirchengemeinde Heilbronn getroffen wird.

 

01.01.1978
Anlässlich der Aufnahme der Gemeinde Sontheim in die Gesamtkirchengemeinde hält Dekan Simpfendörfer die Neujahrspredigt in der Matthäuskirche; Pfarrer Kempf predigt zur gleichen Zeit in der Kilianskirche.

 

08.10.1978
Mit Festgottesdienst und musikalischer Abendfeier begeht der Kirchenchor sein 50jähriges Jubiläum.

 

14.02.1979
Erster gemeinsamer Abend mit den Kirchengemeinderäten beider Konfessionen am Ort. Im Verlauf dieses geselligen Beisammenseins wird die Bildung eines "Ökumenischen Ausschusses" beschlossen.

 

16.01.1980
Erste Zusammenkunft des Ökumenischen Ausschusses, dem außer den Pfarrern beider Kirchen je vier bis sechs Gemeindeglieder angehören. Der Ausschuss wird 1986 um Glieder der Evang.methodistischen Freikirche erweitert.

 

April bis Dezember 1980
Gründliche Innenerneuerung der Kirche. Die Sitzplätze werden in Oktogonform angeordnet, eine neue Pfeifenorgel wird eingebaut. 

 

01.01.1981
Die Landeskirche „errichtet mit Wirkung vom 01.01.1981 eine zweite ständige Pfarrstelle an der Matthäuskirche für SontheimOst“. 

 

25.01.1981
Wiedereinweihung der renovierten Matthäuskirche mit Festgottesdienst und anschließendem Stehempfang im Gemeindehaus. Die Predigt hält Prälat Dr. Hege. 

 

01.02.1981
Als zweiter Teil des Einweihungsfestes findet ein Familiengottesdienst statt mit der Aufführung des Singspiels Noah" durch die Kinder der Kinderkirche. 

 

04.02.1981
Erster ökumenischer Jugendgottesdienst mit Wiederholung des Singspiels Noah in der katholischen St. Martinuskirche.

 

15.08.1982
Investitur des auf die zweite Pfarrstelle ernannten Pfarrers Gerhard Raff aus Schwieberdingen. Die Einführung nimmt Dekan Simpfendörfer vor; anschließend findet ein Empfang im Gemeindehaus statt.

 

15.04.1984
Pfarrer Kempf verabschiedet sich von seiner Gemeinde, in der er 21 Jahre lang gewirkt hat, im Festgottesdienst zum Palmsonntag und in einem am selben Tag stattfindenden Gemeindenachmittag. Seinen Ruhestand verbringt er in Talheim.

 

16.09.1984
Investitur des Nachfolgers, Pfarrer Gerhard Wacker, durch Dekan Simpfendörfer mit anschließendem Empfang im Gemeindehaus.

 

26.01.1986
Erstmaliger Kanzeltausch am "Ökumenischen Bibelsonntag".

 

01.06.1986
Im Anschluss an den Gottesdienst wird der erste Spatenstich am DietrichBonhoeffer-Gemeindezentrum vorgenommen.

 

24.05.1987
Um 11 Uhr findet eine Feierstunde anlässlich der Grundsteinlegung zur Kirche im DietrichBonhoefferGemeindezentrum statt. In den Grundstein wird eine vom "Ausschuss für Gemeindeaufbau" erstellte Urkunde eingemauert.

 

Festjahr 1988
Im Festjahr 1988 "800 Jahre Sontheim" finden mehrere Veranstaltungen statt, an denen sich die Sontheimer Kirchen beteiligen. Das sind ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst in der TSVTurnhalle, die in das Festprogramm einbezogene Einweihung der "Kirche im DietrichBonhoefferGemeindezentrum", die Reihe "Der Juden Sontheims würdig zu gedenken", das Straßenfest mit der "Ökumenischen Einkehr" und ein ökumenisches Geistliches Konzert in der St. Martinuskirche.

 

12.06.1988
Festgottesdienst zur Einweihung der "Kirche im DietrichBonhoefferGemeindezentrum" mit anschließendem mehrtägigem Festprogramm.

 

27.03.1990
Erstes Zusammenkommen des Seniorenkreises "Von und zu 65" im Gemeindeteil Sontheim-Mitte.

 

01.01.1991
Infolge Verselbständigung des bisherigen Gemeindeteils Sontheim-Ost entstehen zwei selbständige Teilgemeinden der Gesamtkirchengemeinde Heilbronn: Die Matthäuskirchengemeinde und die DietrichBonhoefferKirchengemeinde. Bis zur Durchführung von Kirchengemeinderatswahlen in den beiden neu gebildeten Teilgemeinden wird für jede derselben eine „Ortskirchliche Verwaltung“ durch den Oberkirchenrat eingesetzt.

 

Januar 1991
Bildung zweier Gemeindekreise für jüngere Gemeindeglieder: Eines Spielkreises für junge Mütter mit Kindern bis zum Kindergartenalter und eines Bastel/Gesprächskreises für junge Frauen.

 

15.12.1991
Wahl zum Kirchengemeinderat in der MatthäusKirchengemeinde, der die „ortskirchliche Verwaltung“ ablöst.

 

11.10.1992
Einführung eines "Spielenachmittags für Ältere" als Ergänzung zum bereits bestehenden Kreis „von und zu 65".

 

31.12.1992
Wegen Dienstaufgabe der Chorleiterin Ingrid Wriedt und mangelnder Aussicht auf eine Nachfolge muss der Kirchenchor seine Arbeit vorübergehend einstellen.

 

30.09.1994
Nach 10jähriger Tätigkeit in Sontheim scheidet Pfarrer Wacker mit Ablauf des 30.09. aus dem Dienst aus und tritt in den Ruhestand.

 

11.12.1994
Investitur des neuen Gemeindepfarrers Matthias Treiber.

 

ab 1995
Die schon seit Jahren zu beobachtende rege Bautätigkeit im Wohnbereich SontheimMitte hält an und hat ein starkes Wachstum der Matthäusgemeinde, vor allem aber den Zuzug vieler junger Familien, zur Folge. Dieser Entwicklung wird Rechnung getragen durch eine Reihe neuer Angebote der Kirchengemeinde, etwa durch die Bildung weiterer MutterKindSpielkreise, durch die Einführung von Krabbelgottesdiensten für Kinder bis zu 5 Jahren und deren Eltern und Geschwister, die Abhaltung von Tauferinnerungsgottesdiensten für Kinder im Alter von etwa 7 Jahren mit ihren Eltern und die Gründung zweier neuer Jungscharen und weiterer Pfadfindersippen.

 

1996
Fertigstellung und Bezug zweier neuer Seniorenwohnanlagen in Sontheim-Mitte.

 

01.02.1996
Neugründung des Kirchenchors unter der Leitung von Frau Ute Stauber.

 

November 1998
Einführung der "Kleinen Kirche", einem kindgemäßen Gottesdienst für Kinder, die für die "normale" Kinderkirche noch zu klein sind. Er steht unter der Leitung von Pfarrerin Ischinger, der Ehefrau des Ortspfarrers, und der Eltern dieser Kinder.

 

September/Oktober 1999
„100 Jahre Matthäuskirche HeilbronnSontheim“